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Rechtsanwalt Jürgen Pillig
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Anwalt Erbrecht Testamentseröffnung

Testamentseröffnung 

Zuständig für die Testamentseröffnung ist das Nachlaßgericht. Vgl. § 2260 Abs. 1 BGB. In Baden-Württemberg ist das die letztwillige Verfügung verwaherende Notariat auch für die Testamentseröffnung zuständig. Die Eröffnung des Testaments ist von Amts wegen vorzunehmen, sobald das Nachlaßgericht vom Todesfall zuverllässig Kenntnis erlangt hat (z. B. vom Standesamt). Mit der Testamentseröffnung beginnt für den Erben die Frist sechswöchige Frist für die Ausschlagung der Erbschaft zu laufen. Vgl. § 1944 Abs. 2 BGB. Darüber hinaus hat die Eröffnung des Testaments keine materielle Wirkung; insbesondere ist sie nicht Voraussetzung für die Wirksamkeit der Anordnungen in der letztwilligen Verfügung. Nach § 2260 Abs. 1 BGB "soll" das Nachlaßgericht zum Eröffnungstermin die gesetzlichen Erben und die sonstigen Beteiligten, "soweit tunlich", laden. In der Praxis unterbleibt aber regelmäßig die Ladung. Die Beteiligten werden dann in der Form informiert, daß ihnen eine Ablichtung des Testaments übersandt wird. Das Nachlaßgericht eröffnet die amtlich verwahrte oder abgelieferte letztwillige Verfügung des Erblassers (Testament oder Erbvertrag). Über die erfolgte Eröffnung wird eine Niederschrift gefertigt. Auf das eröffnete Testament wird ein Eröffnungsvermerk gesetzt. Das Nachlaßgericht verwahrt danndas Testament in den Nachlaßakten. Es informiert die Beteiligten über den sie betreffenden Inhalt des Testaments. Vgl. §§ 2260, 2262 BGB.

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